“Alle für Alle – Arbeiten im Kollektiv” *ENTFÄLLT*

Zentrum für Aktuelle Kunst

Donnerstag 19.3.2020
Anfang: 17.30

Eintritt frei

im Rahmen der Ausstellung VERLETZBARE SUBJEKTE

mit Francis Kussatz, Law of Life, Linda Peitz, Possy

Die Kollektive POSSY und Law of Life laden an diesem Abend zum Dialog ein: *ein Gespräch // Possy x Law of Life – Zur Verletzbarkeit im Kollektiven. Im Anschluss daran findet die *Performance // Francis Kussatz – Bis der Damm bricht in den Ausstellungsräumen statt. Nach der Performance wird beim * Talk // Linda Peitz, Law of Life & Possy in großer Runde das Arbeiten und Miteinander in Kollektiven beleuchtet.


Wie wir miteinander sprechen, liegt in unseren Händen. –

* ein Gespräch // Possy x Law of Life  – Zur Verletzbarkeit im Kollektiven
Anhand der Ausstellung „Verletzbare Subjekte“ und den dort vertretenen Positionen wollen wir miteinander ins Gespräch kommen. Die Kollektive POSSY und Law of Life laden an diesem Abend zum Dialog ein – als einzelne Subjekte und als Gemeinschaft wollen wir uns austauschen und nicht nur uns, sondern die Ausstellung befragen. Mit verschiedenen Herangehensweisen, die über das Betrachten hinausgehen, wollen wir uns durch die Ausstellung bewegen und darüber ins Gespräch kommen. Welche künstlerischen Arbeiten sprechen zu uns und warum? Welche anderen Positionen können wir einnehmen, wenn wir die Rolle des Betrachtens aufgeben und welche Bedeutung wird dem (verletzbaren) Subjekt, bei diesem Wechsel, zu teil? An diesem Abend wollen wir zusammen ausprobieren, wie wir aus dem Besuch der Ausstellung eine kollektive Erfahrung machen können. Inwiefern verwebt sich das Thema Verletzbarkeit mit der subjektiven Rolle in einer Gemeinschaft? Der Austausch im Kollektiv soll dabei als Rahmen dienen, in dem persönliche sowie solidarische Bezüge zwischen dem theoretischen Hintergrund und den künstlerischen Positionen der Ausstellung hergestellt werden.

Nach dieser Einführung wird die Performance „Bis der Damm bricht“ von Francis Kussatz in den Ausstellungsräumen stattfinden.

* Performance //  Francis Kussatz – Bis der Damm bricht
Bis der Damm bricht ist eine fragmentarische Auseinandersetzung mit dem (All)tag.
Francis Kussatz liest kleine Texte, Gedichte und stellt den Raum einer anderen Person dar. Die Besucher*innen sind eingeladen einen Blick in den intimsten Ort dieser Person zu werfen – Ihr Bett.

Ich weiß du kannst dir nicht vorstellen,
wie der Damm bricht – bis der Damm bricht.
Ich frag’s mich täglich.
Regnet’s oder regnet’s nicht?
Schwimm ich oder sicker ich, sicker ein – versinke ich?
Ich frag’s mich wirklich, ich frag’s mich täglich.

Nach der Performance werden wir in großer Runde ins Gespräch kommen. Neben Law of Life und POSSY wird die Kunsthistorikerin Linda Peitz hinzustoßen, um den Faden der vorher in kleineren Gruppen geführten Gespräche weiter zu führen.

* Talk // Linda Peitz, Law of Life, Possy
In dem von Linda Peitz moderierten Gespräch wird anhand von Erfahrungsberichten das Arbeiten und Miteinander in Kollektiven beleuchtet. Dabei wird sie selber von ihrer kollektiven Praxis im Rahmen der Plattform CCCCCOMA BERLIN berichten, sowie Law of Life und Possy ihre jeweiligen Erkenntnisse teilen. Aus der persönlichen Sichtweise der einzelnen Teilnehmer*Innen werden die unterschiedlichen Arbeitsweisen betrachtet und die dementsprechenden Strukturen reflektiert. Dies knüpft an die Frage nach möglichen Problemen und Herausforderungen im kollektiven Arbeiten an. Inwiefern hat dies mit den einzelnen beteiligten Personen zu tun und wie finden wir Möglichkeiten damit umzugehen, um gemeinsam gestärkt aus dieser Situation herauszugehen?
Im Weiteren wird über den möglichen politischen Hintergrund und die ihm zu Grunde liegenden Kraft in Kollektiven zu arbeiten diskutieren.


Francis Kussatz lebt und arbeitet in Berlin/ Hamburg. Sie studiert zeitbezogene Medien an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg in der Klasse von Simon Denny. 2018 gründete sie mit Alexander Klaubert die fluktuative Künstler*innen Gruppe “Law of Life”. Ihre Arbeiten wurden unter anderem in der Vunu Gallery (SK) and Xpon-art Galerie Hamburg gezeigt.

Linda Peitz
(*1985) hat Sprach- und Literaturwissenschaften in Köln und Paris studiert und sich im Anschluss kulturjournalistisch weitergebildet. Nach Stationen als Künstlerassistentin im Studio Miriam Vlaming und bei der Berlin Art Week kam sie 2014 zum Monopol Magazin, wo sie bis 2018 als Redakteurin tätig war. Seither arbeitet sie freiberuflich als Studioassistentin für den Künstler Via Lewandowsky, als Autorin und Kuratorin. Zuletzt hat sie in der Werkschauhalle der Leipziger Baumwollspinnerei eine Ausstellung mit Werken aus der Sammlung Peters-Messer kuratiert, kommende Projekte umfassen eine Gruppenschau im Museum Kunstpalast in Düsseldorf sowie eine Katalogpublikation mit dem Kölner Künstler Tom Kròl. In ihrer kuratorischen Praxis interessiert sie sich für Konzepte der Kommunikation und Interpersonalität, in diesem Zuge hat sie im Juli 2019 die Plattform CCCCCOMA BERLIN initiiert.

POSSY
ist ein Kollektiv von jungen Frauen* und nicht-binären Personen und steht primär für mehr weibliche*, trans* und nicht-binäre Präsenz in Hamburgs Kunst- und Kulturszene. Es bringt Künstler*innen aus intermedialen Bereichen zusammen, ermöglicht Austausch und bietet ihnen eine Bühne.

Law of Life
(LoL) ist ein sich ständig erweiterndes Kollektiv aus jungen Künstler*innen, dessen Fokus auf einem kontinuierlichen Austausch zwischen den Beteiligten liegt und dem Bestreben, sich im künstlerischen Überlebenskampf gegenseitig zu unterstützen. In ihren Projekten und Ausstellungen untersucht und veranschaulicht die Gruppe – vorwiegend anhand Neuer Medien – gesellschaftliche Zustände und Problematiken und kreiert hypothetische Folgereaktionen. Ein besonderes Augenmerk der Gruppe liegt auf feministischen und queeren Identitäten.  Sie wurde 2018 von Alexander Klaubert und Francis Kussatz gegründet. Derzeit gehören dem Kollektiv Alexander Klaubert, Francis Kussatz, Rahel grote Lambers, Katarína Dubovská und Julia Lübbecke an.

/ Die Veranstaltung wurde kuratiert von Law of Life (Julia Lübbecke & Alexander Klaubert).

 

*ENTFÄLLT*