Performance und Ausstellungsrundgang: feldern. zusammentun und auseinandersetzen

Donnerstag 5.8.2021
Anfang: 17.00

Eintritt kostenloses Angebot zzgl. Museumseintritt

Wir laden ein zu einem erlebnisreichen Kunstabend in der Ausstellung “feldern. zusammentun und auseinandersetzen” im ZAK – Zentrum für Aktuelle Kunst:
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Performances und Ausstellungsgespräche
Donnerstag, 5.8.2021, 17:00 – 20:00 Uhr
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/ Anmeldung vorab unter: E-Mail
/ Teilnehmer*innenzahl für die Performances begrenzt auf 12 Personen
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17:00 Uhr Eigenschaften und Wirkstoffe der Birke
Performance mit Julia Dorothea von Schottky
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Wenn wir die dunklen Streifen auf der hellen Birkenrinde als Grundlage eines musikalischen Werks betrachten, wie würde sich diese Komposition anhören? Die Installation Skin of a birch ist als persönliche Begegnungsplattform angelegt. Kernstück der Plattform ist eine Spieluhr, die die gewachsene Komposition einer Birkenrinde wiedergeben kann. Die rituelle Vorführung der Spieluhr durch die Künstlerin verbindet Einblicke in die reinigenden Eigenschaften, Heilkraft und Symbolik der Birke mit einer persönlichen Reise auf der Suche nach dem Klang einer vererbten Birkenrinde aus dem ersten Weltkrieg. Die Performance wird von einer Verköstigung mit diversen Birkengetränken begleitet.
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18:00 Uhr Ausstellungsrundgang mit Birgit Effinger, Katrin von Lehmann, Nicole Schuck und Markus Schwander.
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Katrin von Lehmann bezieht sich im Medium der Zeichnung auf festgelegte Regelwerke und naturwissenschaftliche Methoden. Nicole Schuck befragt in ihren Zeichnungen die Ökosystemleistungen Europäischer Hummer und Austern. Markus Schwander untersucht die räumliche Bewegung von Gletscherlawinen und Steinschlägen. Der Ausstellungsrundgang widmet sich dem Stellenwert des Austausches mit Fachexpert*innen und dessen Einfluss auf die künstlerische Handlung.
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19:00 Uhr Common Notions (confusion resumes outside a few squaremeters)
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Eine Befragung von Wissenssystemen
Performance mit Sabine Popp, auf englisch
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Die Performance entspringt dem Projekt Agential Matter (Invisible Landscapes), welches sich mit wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Interessen an wildwachsenden Algenwäldern an der norwegischen Küste beschäftigt. Die Beobachtung wissenschaftlicher Arbeit auf einem Forschungsschiff bestimmt den Verlauf von Videoprojektionen und Performance. Der Video-Schnitt stellt mit Stille und Schwärze Lücken her und bewahrt zugleich nur jenes Tun und Sprechen, das entscheidende Aspekte der Wissensproduktion hervorhebt.
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Das Publikum wird zu intimen Zeugen der Handhabung von Materialien und Objekte auf einem Tisch, während die Rede der Performerin mit Aussagen der Videoaufnahmen verflochten ist, sie wiederholt und zugleich durch Zweideutigkeit und Verschiebung von Bedeutung in Frage stellt, um die Utopie endgültiger Antworten deutlich zu machen.
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Abb.: The Freedom Room – a symposium on socially engaged arts, Bergen Norwegen; 2018, Detailansicht und Performance