Nachbarn hinter Stacheldraht – Das Engländerlager Ruhleben und Kriegsgefangenschaft 1914 bis 1921

Alte Kaserne, Erdgeschoss

4. Mai – 25. November 2018

Mit dieser Ausstellung wird eines der damals bekanntesten Internierungslager vorgestellt. In dem „Engländerlager“ auf dem Gelände der ehemaligen Trabrennbahn in Ruhleben waren bis zu 5.000 britische Zivilisten eingesperrt. Einige lebten seit Jahren im Deutschen Kaiserreich, andere befanden sich bei Kriegsausbruch zufällig dort. Verschiedene Themenräume zeigen die Bedingungen eines einerseits sehr besonderen, andererseits strukturell typischen Alltags in einem Gefangenenlager.

Mit interaktiven Modulen und vielfältigen Ausstellungselementen werden erfahrbare Einblicke in den Lageralltag der Internierten ermöglicht und eine kaum präsente Geschichte des Ersten Weltkriegs erzählt.

Da auf dieser Grundlage auch Fragen zu heutigen Lagern aufkommen, stellt der Schweizer Künstler Michael Stoll mit seiner Installation den Bezug zur Gegenwart her. Seine Arbeiten lassen sich an der Schnittstelle von Kunst und Architektur verorten. Michael Stolls aktuelles Projekt befasst sich mit dem Thema Flucht. Mehr dazu erfahren Sie hier.


Elisabeth von Dänemark – eine brandenburgische Kurfürstin im Konflikt um Glauben und Macht

Zeughaus, Obergeschoss

7. Juli 2017 – 25. Juni 2018

Im Rahmen des Reformationsjubiläums zeigt das Stadtgeschichtliche Museum Spandau vom 7. Juli 2017 bis 25. Juni 2018 eine Ausstellung zum Leben der brandenburgischen Kurfürstin Elisabeth von Dänemark (1485–1555). Entgegen dem Willen ihres Ehemannes, Kurfürst Joachim I., bekannte sie sich 1527 zum Luthertum. Dies führte zum Bruch mit dem am Katholizismus festhaltenden Kurfürsten und schließlich zur Flucht an den sächsischen Hof, wo Elisabeths Onkel Johann regierte. Elisabeth verbrachte 17 Jahre vor allem in Torgau und Wittenberg, nach dem Ableben ihres Gemahls 1535 fortan im ehemaligen Kloster Lichtenburg (Prettin). Sie pflegte enge Kontakte zu Martin Luther und versuchte durch eine intensive Korrespondenz mit ihren Kindern, weiterhin Einfluss auf die Geschicke ihres Landes zu nehmen. Erst 1545 – sechs Jahre nach dem Bekenntniswechsel ihres Sohnes Joachim II. zum evangelischen Glauben – kehrte Elisabeth nach Brandenburg zurück und bezog auf der Burg Spandau ihren Witwensitz.

Plakat zur Ausstellung
Bild: Kurfürstin Elisabeth von Brandenburg, um 1620. Heinrich Bollandt zugeschrieben. Universitätsbibliothek Bayreuth (Kanzleibibliothek) / Inv. Nr. Pict. 26.