Logo des ZAK – Zentrum für Aktuelle Kunst.

Das ZAK Zentrum für Aktuelle Kunst ist ein neues großzügiges Ausstellungshaus für zeitgenössische Kunst und Begegnungsort für Menschen aller Kulturen. Eröffnet im Mai 2018 in den Räumlichkeiten der Alten Kaserne etabliert es sich als ein Zentrum für moderne und aktuelle Kunst. In wechselnden Ausstellungen lassen sich nicht nur Positionen der Gegenwartskunst, sondern auch die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit und dem Ort der Zitadelle auf 2500 qm Ausstellungsfläche bestaunen und diskutieren. Das auf einzelne Ausstellungen abgestimmte museumspädagogische Angebot und Rahmenprogramm runden Ihren Ausstellungsbesuch im ZAK ab.

Künstlerische Leitung: Dr. Ralf F. Hartmann (E-Mail)

Anonyme Zeichner 2027: Aufruf zur Teilnahme

Wie verändert sich das eigene Urteil, wenn man nichts über Namen und Herkunft der Urheber weiß? Wie bestimmt man den Wert einer Zeichnung, wenn alle Arbeiten zum gleichen Preis angeboten werden? Wo verläuft die Grenze zwischen Kunst und Nicht-Kunst?

ANONYME ZEICHNER ist ein Ausstellungsprojekt, das diese Fragen in der Praxis untersucht. Die Ausstellung im “ZAK – Zentrum für Aktuelle Kunst” in Berlin präsentiert vom 30.1. – 25.4.2027 rund 600 Zeichnungen von 600 internationalen Künstler*innen, ohne deren Namen oder die Titel der Arbeiten preiszugeben.

Jede Arbeit wird zu einem symbolischen Einheitspreis von 250 € angeboten. Davon erhalten die Künstler*innen 200 €, der verbleibende Betrag finanziert zukünftige Ausschreibungen und Ausstellungen. Der Einheitspreis bildet nicht den Marktwert einer Arbeit ab. Er steht als konzeptioneller Platzhalter für jeden denkbaren Preis im Kunstmarkt und für die Möglichkeit von Kunst jenseits ökonomischer Hierarchien. Die Anonymität bleibt bis zum Verkauf einer Zeichnung gewahrt. Sobald ein Werk verkauft ist, wird es von der Ausstellungswand genommen; an seiner Stelle werden der Name und der Herkunftsort der Künstlerin oder des Künstlers auf die Wand geschrieben. So verändert sich das Gesamtbild der Ausstellung fortlaufend – und die Ausstellung selbst wird zum prozesshaften Kunstwerk.

Der Ausstellung geht ein internationaler Aufruf zur Teilnahme voraus. Die Einreichung erfolgt per Online-Formular. Es gibt keine thematischen Vorgaben; einzige Einschränkung ist das maximale Format von A3 (29,7 × 42 cm). Biografische Angaben entfallen. Die Auswahl erfolgt ausschließlich anhand anonymisierter Bilddateien. Nur ausgewählte Künstler*innen werden gebeten, ihre Originalzeichnungen nach Berlin zu schicken. Die Teilnahme ist kostenlos und steht allen offen, hier finden Sie das Onlineformular. Der Online-Einsendeschluss ist der 27. September 2026 / 00:00 MEZ.

“Anonyme Zeichner” ist zugleich konzeptuelle Arbeit und Ausstellungsplattform: ein kollektives Kunstwerk ohne Hierarchien, das die Beziehung zwischen Kunst, Markt und Öffentlichkeit immer wieder neu befragt.

Mehr Informationen erhalten Sie auf der Webseite des Projektes.

Historisches Backsteingebäude auf dem Gelände der Zitadelle Spandau, in dem das Zentrum für Aktuelle Kunst untergebracht ist.

Bewerbungen

Wir nehmen bis auf weiteres keine Bewerbungen von Künstler*innen entgegen. Für unaufgefordert eingesendete Bewerbungen, Portfolios und Kataloge übernehmen wir keine Haftung und können diese aus Kapazitätsgründen auch nicht zurücksenden. Ebenso wenig können wir aus diesem Grund eine Antwort garantieren. 

Ausstellungen im ZAK Zentrum für Aktuelle Kunst

Eröffnung: 18.9., 19 Uhr

Laufzeit: 19.9.2026 – 3.1.2027

Seit 1997 vergibt der Förderverein der Kunsthochschule, die Mart Stam Gesellschaft, jedes Jahr den Mart Stam Preis für herausragende Abschlussarbeiten aller Fachrichtungen. Benannt ist der Förderverein nach dem niederländischen Architekten Mart Stam (1899–1986), der von 1950 bis 1952 Direktor der Kunsthochschule war. Stam gehörte zu den Pionieren der Moderne, die ihre Tätigkeit in einem gesellschaftlichen Zusammenhang sahen. Sein Beharren auf der sozialen Verantwortung von Künstler*innen und Gestalter*innen prägt das Selbstverständnis der Hochschule bis heute.

Das 80-jährige Jubiläum der Kunsthochschule war der Anlass, zu fragen, was aus den insgesamt 182 Preisträger*innen geworden ist. Unter ihnen haben die Kurator*innen 28 exemplarische Positionen für diese Ausstellung ausgewählt. Durch Videoporträts der Künstler*innen und Gestalter*innen erhalten die ausgestellten Arbeiten eine zusätzliche Dimension: In ihnen werden nicht nur die unterschiedlichsten künstlerische und gestalterischen Strategien deutlich, sondern auch Lebensentwürfe, die dazu ermutigen, Wege zu gehen, von denen nicht von vorneherein klar ist, wo sie hinführen. Dazu braucht es Mut zum Risiko, Mut zum Experiment und eine Portion Eigensinn.

Eine Ausstellung der Mart Stam Gesellschaft e.V.

Weitere Information zur Ausstellung erhalten Sie hier.

Eröffnung: 18.9., 19 Uhr

Laufzeit: 19.9.2026 – 3.1.2027

Die Ausstellung „Windstille Nacht“ bringt mit Ewa Finn (* 1979 in Warschau) und Katharina Poos (* 1961 in Berlin) zwei außergewöhnliche Berliner Malerinnen zusammen, deren Arbeiten sich dem Subtilen, dem Unheimlichen und der Psychologie des Unbekannten widmen. 

Die Künstlerinnen lassen die Betrachtenden visuell über Motive, Bildzitate und allegorisch aufgeladene Zeichen hinweggleiten, ohne sich dabei thematisch oder inhaltlich festlegen zu wollen. Vielmehr sind ihre Leinwandmalereien und Zeichnungen im besten Sinn des Wortes mehrdeutig, formulieren sie doch einen (wieder-)erkennbaren Bildkanon, der sich der präzisen Deutung und Interpretation jedoch konsequent entzieht. 

Beinahe schlafwandlerisch bewegen sich sowohl bei Ewa Finn als auch Katharina Poos die Figuren durch symbolische Bildräume, die keinen eigentlichen Raum bieten. Vielmehr resultiert deren Intensität aus ebenso bewussten wie unbewussten Reminiszenzen an religiöse Motive, an die Bildwelten der Romantik oder an aktuelle Pressefotografien.

Weitere Informationen zur Ausstellung erhalten Sie hier.

Eröffnung: 18.9., 19 Uhr

Laufzeit: 19.9.2026 – 3.1.2027

Funda Özgünaydin (* 1978 in Frankfurt/ Main) arbeitet ausgehend von einem umfangreichen künstlerischen Materialarchiv an hybriden Bildrealitäten, die durch das Collagieren, Dekonstruieren und (Neu-)Konstruieren von heterogenen Bestandteilen entstehen. In einem permanenten Wechselspiel zwischen fotografischer Vorlage, Materialapplikationen und subjektiver Übermalung generiert die Künstlerin neue Perspektiven auf Bildkonventionen und etablierte Narrative. Dabei verschwimmen Gattungsgrenzen ebenso wie die Texturen künstlerischer Techniken. Zweidimensionale Arbeiten gewinnen haptische Qualitäten hinzu und analoge Medien transformieren sich weiter in den digitalen Raum. Fragen nach Authentizität, Aura und Bedeutung des Bildes lösen sich in visuelle Impulse auf, die jenseits rationaler Zugänge vor allem auf die emotionale Erfahrung Wert legen. Die surrealistischen Strategien der Camouflage, der Überzeichnung und Ironie spielen immer wieder die Hauptrolle in einem kaum zu überblickenden Bilderkosmos.

Mit ihrer Ausstellung in der Lounge des ZAK bietet Funda Özgünaydin Einblicke in ihre weit verzweigten künstlerischen Arbeitsprozesse und zeigt sowohl Fotografie basierte Bildserien, in denen es um das Verhältnis von Tier zu Mensch geht, als auch Videominiaturen und großformatige Malerei, die die Chimäre – das hybride Zwischenwesen – zu einem neuen Medium der kritischen Welterkundung avancieren lässt. Viele ihrer Arbeiten untersuchen überkommene Strukturen und feste Identitäten, um in der Gegenwart komplexer Bildgebungsverfahren der Frage nach der Wahrheit hinter der Oberfläche ein Stück näher zu kommen. 

Weitere Informationen zur Ausstellung finden Sie hier.

Eröffnung: 18.9., 19 Uhr

Laufzeit: 19.9.2026 – 3.1.2027

Die ebenso beeindruckenden wie rätselhaften Bildwelten von Laura Bruce (* 1959 in East Orange, NJ/ USA) entstehen an der produktiven Schnittstelle von Figuration und Abstraktion. Großformatige Farbstiftzeichnungen, lasurhafte Tuschmalereien und farbig gefasst Keramiken prägen die umfangreiche Einzelausstellung der in Berlin lebenden Künstlerin.

Aus unzähligen Micro-Stories – schnell gearbeiteten und eher kleinformatigen Zeichnungen und Tuscheblättern – schöpfend, hat die Künstlerin in rund 30 Jahren ihrer Arbeit ein weit ausgreifendes Werk großformatiger Zeichnungen und Malerei entwickelt. Die Micro-Stories dienen ihr als ein komplexer Fundus von Figuren, Motiven und Bildreminiszenzen für zahlreiche Serien von Zeichnungen, in denen sowohl der fragmentierte menschliche Körper als auch deutungsreiche Symbolwelten eine zentrale Rolle einnehmen. Laura Bruce’s Arbeiten charakterisiert die Kunst der Kombination, sei es der Kombination von Formen, Körperfragmenten und Arabesken in Einzelblättern, als auch der großflächigen Kombination mehrteiliger Arbeiten in Clustern und Tableaus. Hinzu kommt immer wieder der Dialog mit der Kunstgeschichte, wie z.B. in der umfassenden Zeichnungsserie Perpetual, 2017, in der sich die Künstlerin intensiv mit Francisco de Goyas Los Caprichos, einer 1799 veröffentlichten Serie von gesellschaftskritischen Aquatinta-Radierungen auseinandersetzt. 

So entstehen vor dem Resonanzraum der gleichermaßen subjektiven wie kulturellen Erinnerung Bildnarrative, die selten in eine konkrete Erzählung münden, sondern vielmehr assoziationsreiche Felder bildlicher Analogien und Korrespondenzen bilden.

Weitere Informationen zur Ausstellung erhalten Sie hier.

Eröffnung: 18.9., 19 Uhr

Laufzeit: 19.9.2026 – 3.1.2027

In Zusammenarbeit mit dem angolanischen Künstler Mussunda N’Zombo und Bruno Fonseca ist das Goethe-Institut Angola seit zwei Jahren auf der Suche nach Spuren unbeschriebener Kapitel deutscher Kolonialpräsenz in Angola. Ausgehend von Berichten und Zeugnissen deutscher Pflanzer*innen, die bis 1975 in Angola ansässig waren, zeigen wir ein Universum aus diplomatischen Dokumenten, Interviews mit ehemaligen Arbeiter*innen, Fundstücken aus Archiven, Filmen und Familienzeugnissen der noch in Angola geborenen Nachfahren und zeitgenössischen Performance-Fotografien.

Die gezielte Auswanderung nach Angola hatte nie einen offen territorialen Anspruch, wurde aber direkt und indirekt gefördert durch die Deutsche Kolonialschule Witzenhausen, Geheimabkommen zwischen England und Deutschland, Firmenzentralen, Kolonialvereine, bis hin zur westdeutschen Nachkriegspolitik. Die Ausstellung stellt diesen Teil der deutsch-angolanischen Geschichte multiperspektivsch dar und lässt unterschiedlichste Stimmen zu Wort kommen.

Konzeption: Mussunda N’Zombo, Bruno Fonseca, Julia Schreiner, Ngoi Salucombo und Sarah Mfuende

Weitere Informationen zur Ausstellung erhalten Sie hier.

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