Dienstag 28.4.2026 18:00 Uhr - 20:00 Uhr
Was bedeutet es für einen Menschen, seine Heimat zu verlieren? Was heißt es, im Exil leben zu müssen? Zehn Jahre ist es her, dass Ece Temulkuran ihre Heimat, die Türkei, zurückgelassen hat. 1973 in Izmir geboren, Juristin, Schriftstellerin, Journalistin und Regimekritikerin – ihre Stimme international gehört, ihre Texte preisgekrönt. Doch die Türkei ist für sie verloren. Während des Putsches 2016 flüchtet sie ins Exil. Erst Zagreb, dann Hamburg, heute lebt sie in Berlin.
Ece Temelkuran wehrt sich dagegen, wie sie als Exilantin gesehen wird. Sie möchte nicht länger die verfolgte, intellektuelle Unschuld sein, die vor dem Faschismus in ihrer Heimat geflohen ist. Denn unsere Welt ist so sehr im Wandel, voller Verwerfungen und Krisen, dass wir alle fremdeln und uns entfremden. Temelkuran glaubt, dass es gerade dieses Gefühl ist, das uns zukünftig verbinden kann. Für sie sind wir eine “Nation of Strangers” – eine “Nation der Fremden”.
Die Lesung findet auf Deutsch statt, die Diskussion mit Ece Temelkuran auf Englisch.
Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Verein der Freunde des Rohkunstbau e.V.
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