Reiner Maria Matysik – Sextinction. Was im Grunde keinen Namen hat oder: Die Neuerfindung der Natur

14.2. – 3.5.2026

ZAK / Galerie / EG

Eröffnung: Freitag 13.2. um 19 Uhr

Mit Dr. Carola Brückner, Bezirksstadträtin für Kultur und Dr. Ralf F. Hartmann, Kulturamtsleiter Spandau

 

Reiner Maria Matysik (* 1967 in Duisburg) nutzt für seine spekulative Biologie der Zukunft Instrumentarien aus Naturwissenschaft und bildender Kunst. Erfassung, Beschreibung und Klassifizierung gehören ebenso zu seiner künstlerischen Praxis wie Camouflage, Täuschung und Ironie. Modelle postevolutionärer Spezies von wuchernder Form lassen erkennen, dass das Biologische des Menschen – hier um das (Un-)Logische ergänzt – eine Sackgasse auf dem Weg in die Zukunft ist und nur in der Verschränkung und Transformation mit anderen phytischen, animalischen oder biofaktischen Lebensrealitäten als Antibiologie überleben kann. Im Nachdenken über die Disziplinen entwirft der Künstler utopische Szenarien für eine Zukunft des Menschlichen jenseits des Menschen. Nur als Hybrid und postevolutionärer Symbiont (Donna Haraway) ist – nicht nur für Matysik – zukünftiges menschliches Leben vorstellbar.

Um solche Vorstellungen bereichern uns die Objekte, Zeichnungen und Videoarbeiten, aber auch die Performances und partizipativen Projekte eines Künstlers, der bereits seit Mitte der 1990er-Jahre über die heute virulenten Fragen nachdenkt: „Es geht um das Verhältnis des Menschen zu sich selbst sowie zu anderen Lebensformen, seine Hybris und Arroganz, Hierarchien und Blindheiten.“

Mit freundlicher Unterstützung der bezirklichen Förderfonds der Senatsverwaltung Kultur und Europa.

Logo der Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt, Logo der Kommunalen Galerien, Logo KOGA und FABIk sowie Logo der Zitadelle Spandau

 

Abb.: sexual creeping, institut für postevolutionäre lebensformen (Installationsansicht), Kunstmuseum Heidenheim, 2021, Foto: Reiner Maria Matysik

Eine hautfarbene Skulptur des Künstlers.