Lesung | Ines Geipel: Landschaft ohne Zeugen. Buchenwald und der Riss der Erinnerung

Zentrum für Aktuelle Kunst – Galerie OG

Mittwoch 15.4.2026 18:00 Uhr - 19:30 Uhr

Vom Staatsmythos Buchenwald zum Angriff auf die Demokratie: Auch 80 Jahre nach der Befreiung von Buchenwald ist die Erinnerung an den Holocaust nicht in der demokratischen Mitte angekommen. Die Angriffe auf das, was im Land Gedächtniskultur heißt, kommen nicht mehr nur von rechts. Warum? Was ist da los? Ines Geipel taucht in ihrem neuen Buch „Landschaft ohne Zeugen“ noch einmal in die Vergangenheit ein, sucht nach den Quellen der Lagerwelt und befragt die Legenden nach 1945: von der vorbildlichen Aufarbeitung im Westen bis zum antifaschistischen Staatsmythos der DDR. Ein hochaktuelles Buch über die alte und neue Unfähigkeit zu trauern und die Erinnerungskälte nach zwei Diktaturen.

Ines Geipel ist Schriftstellerin, Publizistin und war bis 2025 Professorin für Deutsche Verskunst an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin. Sie forscht und publiziert seit Jahren über die Gewaltgeschichte zweier deutscher Diktaturen. Ihr Buch ist für den Deutschen Sachbuchpreis der Leipziger Buchmesse 2026 nominiert.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Verein der Freunde des Rohkunstbau e.V.

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Eine dunkel gestaltete Grafik mit dem Text des Liedes Whatever Shape your heart is in