Donnerstag 19.3.2026 18:00 Uhr - 19:59 Uhr
Woher kommt der Antisemitismus? Judenhass hat Konjunktur und trifft auf rechte und rechtsextremistische Einstellungen, die auch in Deutschland an Einfluss gewinnen und in ihren Argumentationen und Verschwörungsideologien antisemitische Klischees teils verdeckt, teils offen verwenden. Sebastian Voigt geht der langen Geschichte des Judenhasses auf dem Grund. Er zeigt, in welcher Tradition sich Rechtspopulisten bewegen, wenn sie etwa das Engagement des amerikanisch-ungarischen Multimilliardärs George Soros, dessen Stiftung weltweit demokratische Initiativen fördert, als Teil einer jüdischen Weltverschwörung denunzieren. Doch er macht auch in linken sogenannten postkolonialen Kreisen Spuren von Antisemitismus kenntlich. Voigt spürt den Ursprüngen des Judenhasses nach, wie er vor 2500 Jahren entstand, wie es dazu kam, dass Juden im Mittelalter vom gesellschaftlichen Leben weitgehend ausgeschlossen waren, wie sich der Antisemitismus des Bürgertums bis in die Mitte der Gesellschaft ausbreitete und wie dieser Hass schließlich nach Auschwitz führte.
Sebastian Voigt ist Historiker und arbeitet am Institut für Zeitgeschichte München- Berlin und unterrichtet an der Universität der Bundeswehr in München und an der Ruhr-Universität Bochum. Als Antisemitismusexperte schreibt er für taz, Tagesspiegel und die Jerusalem Post.
Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Verein der Freunde des Rohkunstbau e.V.
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