„Was?! Haus- und Waldbesetzungen in Spandau?!“
Nicht nur in Kreuzberg – auch im eher kleinbürgerlich geprägten Spandau formierte sich in den 1970er und 1980er Jahren eine lebendige Protestbewegung. Bürger*innen, Jugendliche und Aktivist*innen wehrten sich gegen Umweltzerstörung, umstrittene Großprojekte und eine Stadtplanung, bei der die Interessen der Menschen oft zu kurz kamen. Ob der erfolgreiche Widerstand gegen die Abholzung des Spandauer Forstes für ein geplantes Großkraftwerk, die Besetzung der Gatower Heide oder die Hausbesetzungen 1981: Es ging um Mitbestimmung, bezahlbaren Wohnraum, Umweltschutz, kulturelle Freiräume und selbstbestimmtes Leben.
Die Ausstellung erzählt diese wenig bekannte Geschichte anhand von Videointerviews mit Zeitzeug*innen, künstlerischen Arbeiten und interaktiven Stationen. Dabei führt sie mitten hinein in die Konflikte und Ideen einer bewegten Zeit – und stellt zugleich Fragen, die bis heute aktuell sind: Wem gehört die Stadt? Wer entscheidet über ihre Zukunft? Und wie wollen wir gemeinsam leben?
Wir laden herzlich ein, in der Ausstellung nicht nur die spannenden Erinnerungen der damals Beteiligten zu entdecken, sondern auch die Auswirkungen auf unsere Gegenwart und die Gestaltung der Zukunft mitzudiskutieren!