Ein Recherche- und Kunstprojekt des Goethe-Instituts Angola
19.09.2026–03.01.2027

 

Eröffnung: Freitag 18. 9., 19 Uhr

Begrüßung: Dr. Carola Brückner, Bezirksstadträtin für Kultur; Dr. Ralf F. Hartmann, Künstlerische Leitung ZAK
Einführung: Ngoi Salucombo, Programmbeauftragter des Goethe-Instituts Angola

 

In Zusammenarbeit mit den angolanischen Künstler Mussunda N’Zombo und Bruno Fonseca ist das Goethe-Institut Angola seit zwei Jahren auf der Suche nach Spuren unbeschriebener Kapitel deutscher Kolonialpräsenz in Angola. Ausgehend von Berichten und Zeugnissen deutscher Pflanzer*innen, die bis 1975 in Angola ansässig waren, zeigen wir ein Universum aus diplomatischen Dokumenten, Interviews mit ehemaligen Arbeiter*innen, Fundstücken aus Archiven, Filmen und Familienzeugnissen der noch in Angola geborenen Nachfahren und zeitgenössischen Performance-Fotografien.

Die gezielte Auswanderung nach Angola hatte nie einen offen territorialen Anspruch, wurde aber direkt und indirekt gefördert durch die Deutsche Kolonialschule Witzenhausen, Geheimabkommen zwischen England und Deutschland, Firmenzentralen, Kolonialvereine, bis hin zur westdeutschen Nachkriegspolitik.

 

Die Ausstellung stellt diesen Teil der deutsch-angolanischen Geschichte multiperspektivsch dar und lässt unterschiedlichste Stimmen zu Wort kommen.

Der Künstler Mussunda N’Zombo zeigt zur Eröffnung eine Performance – in Anwesenheit des Fotografen Bruno Fonseca und von Zeitzeug*innen.

Konzeption: Mussunda N’Zombo, Bruno Fonseca, Julia Schreiner, Ngoi Salucombo und Sarah Mfuende

 

Die Ausstellung ist eine Kooperation des Goethe-Instituts Angola mit dem Fachbereich Ökologische Agrarwissenschaften / Uni Kassel, Witzenhausen, der Interessengemeinschaft Angola – Deutsche e.V. und der Amadeu-Antonio-Stiftung.

In memoriam Harald Klein

 

Abb.: Bruno Fonseca