Bilder und Geschichten einer Großstadt

Das Online-Portal zur Stadtgeschichte

1000 Fotografien aus den Samm­lun­gen der Ber­liner Bezirksmu­seen und des Stadt­muse­ums Ber­lin geben einen faszi­nierenden Ein­blick in die Stadt­ge­schichte. Aus Anlass des 100. Jubi­lä­ums von Groß-Ber­lin erzäh­len sie von einer Groß­stadt, die 1920 durch Par­laments­be­schluss aus Städ­ten, Landgemeinden und Guts­be­zirken zusammen­gefügt wurde. 150 thema­ti­sche Foto­se­rien zeigen, wie sich das Bild Ber­lins von der Weima­rer Repu­blik bis in die Gegen­wart ver­än­dert hat. Sie reflek­tie­ren die Vielfalt der Gesich­ter Ber­lins vom Rand bis ins Zentrum, von den Kie­zen bis in die Stadt­mitte. Wel­che sozialen, kulturel­len und poli­ti­schen Umbrü­che die Men­schen in Ost und West erlebt haben, ver­anschauli­chen 50 illustrierte Bio­grafien von Ber­li­ne­r*in­nen. Ihr persönli­ches Ber­lin kön­nen die Besucher­*innen des Portals durch das Hoch­laden eige­ner Foto­grafien sicht­bar machen. In enger Koope­ra­tion zwi­schen dem Stadt­museum Ber­lin und den Ber­liner Bezirksmu­seen ist mit 1000x Ber­lin eine illus­trierte hundertjäh­rige Geschichte der Stadt ent­standen, kom­pakt und digi­tal.

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Ein Projekt im Rahemn von:
Gefördert durch:

Abb. 1: Der letzte Pferdemarkt in Spandau, Pichelsdorfer Straße und Ecke Betckestraße, Wilhelmstadt, 1929, Foto: Bezirksamt Spandau © Archiv Stadtgeschichtliches Museum Spandau
Abb. 2: Trödelmarkt am Askanierring, 1985, Foto: Claus Rehfeld, Pressestelle Spandau © Archiv Stadtgeschichtliches Museum Spandau
Abb. 3: Eröffnung Sportplatz Staaken, 1970, Foto: Claus Rehfeld, Pressestelle Spandau © Archiv Stadtgeschichtliches Museum Spandau
Abb. 4: Fleischerinnung Spandau, 1929, Foto: Bezirksamt Spandau © Archiv Stadtgeschichtliches Museum Spandau
Abb. 5: Geigenbauer Andreas Zimmermann, Breite Straße 35, Spandau,  1986, Foto: Claus Rehfeld, Pressestelle Spandau © Archiv Stadtgeschichtliches Museum Spandau
Abb. 6: Hitorischer Weinkeller Alt-Pichelsdorf, Wilhelmstadt, um 1978, Foto: O. Türck © Archiv Stadtgeschichtliches Museum Spandau
Abb. 7: Silvesterfeier in Spandau, Familie Werner, 1930, Foto: Bezirksamt Spandau© Archiv Stadtgeschichtliches Museum Spandau
Abb. 8: Trödelmarkt Askanierring Spandau, 1985, Foto: Claus Rehfeld, Pressestelle Spandau © Archiv Stadtgeschichtliches Museum Spandau

Jein Danke – Die Ausstellung

Als am 1. Oktober 1920 das „Gesetz über die Bildung einer neuen Stadtgemeinde Berlin“ in Kraft trat, wurde Berlin – nicht zuletzt mit Hilfe der Stadt Spandau – zur Weltstadt. Schlagartig verzehnfachte sich die Fläche des Stadtgebiets, die Einwohnerzahl wuchs auf 3,8 Millionen. Doch warum hat sich Spandau so gegen seine Eingemeindung gewehrt? Welche anderen Themen waren in den 1920ern in Spandau wichtig – und wirken manchmal erstaunlich aktuell? Da sind z.B. Wohnungsnot, Naturschutz versus Bauland, Anschluss an ein öffentliches Verkehrsnetz, Arbeit bei Siemens und Zusammenstöße zwischen linken und rechten Extremen.

Vom 13.9.2020 – 15.5.2021 können Sie sich in der Ausstellung mit besonderen Geschichten beschäftigen, die grundlegend sind für den Wandel von der störrischen Stadt zum selbstironischen Teil Berlins. Wie haltbar ist der nun hundertjährige Spandauer Eigensinn tatsächlich? Und welche Entwicklungen wird dieser charmante Bezirk bis 2120 durchlaufen?

Quadrat-Jein-Danke © Stadtgeschichtliches Museum Spandau, 2020 Grafik: Sven Lindhorst-Emme

Archiv

Das im Dachgeschoss des Palas untergebrachte Archiv des Stadtgeschichtlichen Museums Spandau ist Anlaufpunkt für alle Geschichtsinteressierten. Es macht seinen Nutzer*innen historische Informationen zugänglich und vermittelt Kenntnisse zur Geschichte der Stadt und des Bezirks. Zu seinen Beständen gehören das Alte Ratsarchiv, das Zeitungsarchiv, das Fotoarchiv, die Kartensammlung sowie eine Bibliothek. Eine genauere Übersicht zum Download finden Sie hier.

Seite aus dem Ratsprotokollbuch von Spandau von 1712, Foto: Zitadelle Berlin, Friedhelm Hoffmann