Join the Better Side | Performance

ZAK – Zentrum für Aktuelle Kunst

Freitag 29.5.2026 20:00 Uhr - 21:00 Uhr

Performance von Magda Starska in Zusammenarbeit mit Wiktoria Bukowa im Rahmen der Ausstellungseröffnung ZAK am 29.05. um ca. 20:00 Uhr in der Ausstellung Bedrohung.

Die Performance bewegt sich zwischen privatem Impuls und sozialer Choreografie. Zwischen dem Bedürfnis, in sich selbst einzutauchen, und der Notwendigkeit, andere Menschen wahrzunehmen.

Die Performerinnen, die sich durch den Raum bewegen, sind zugleich konkret und unbestimmt.
Teilweise Nymphen.
Teilweise Aristokratinnen.
Teilweise Bäuerinnen.
Teilweise jenseits von Geschlecht.
Jenseits einer einzigen Identität und eines einzigen Intellekts.

In weißen Kleidern bewegen sie sich durch das Gebäude und schlagen Federbälle, sogar Eier und Bälle mit Schlägern – wie in einem absurden Wimbledon-Match.
Der Federball wird zu einer Form des Kontakts.
Zu einem Signal von Präsenz.
Zu einem Versuch der Kommunikation, ohne irgendetwas erklären zu müssen.

Überall im Raum sind Kuchen ausgestellt – auf Tischen, Hockern.
Ein Bankett ohne klaren Anlass.
Eine Feier von etwas, das sich nicht benennen lässt.

Der Kuchen wird vielleicht serviert – oder auch nicht.
Ein Gespräch findet vielleicht statt – oder auch nicht.
Eine Geste der Fürsorge kann sich plötzlich in eine Geste der Ablehnung verwandeln.
Man weiß nie genau, was die andere Person denkt.

Nähe erweist sich zugleich als Bedürfnis und als Quelle von Unbehagen.

Von Zeit zu Zeit erscheint am Eingang ein Handabdruck.
Wie ein Kartenstempel in einer absurden Fabrik.
Wie das Erreichen einer weiteren Base in einem Sport, dessen Regeln niemand versteht.

Jede Person, die das Gefühl hat, dass „etwas“ passiert ist, hinterlässt eine Spur.

Dies ist eine Performance über das Bedürfnis nach Handlungsfähigkeit und die gleichzeitige Angst, in anderen Menschen aufzugehen.
Über ein Ziel, das zugleich anzieht und bedroht.
Über die Absurdität menschlicher Rituale.

Und vielleicht ist genau das der Übergang auf die gute Seite der Macht:
nicht das Gewinnen,
nicht die Dominanz,
sondern die Möglichkeit, man selbst zu sein, ohne die eigene Existenz vollständig erklären zu müssen.